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    Bilderrahmen-FAQ-Bilderrahmenwerk

    Aus welchem Material werden Bilderrahmen hergestellt? Was sind die Vor- und Nachteile

    Bilderrahmen aus Holz

    Holzrahmen werden schon seit der Gotik hergestellt. Sie gelten als die traditionelle Form und haben den Vorteil, dass sie deutlich leichter hergestellt und auch in der Form verändert werden können, als die weitestgehend rein industriell gefertigten Metallrahmen und Kunststoffrahmen. Zudem gibt es auf Holzrahmen deutlich mehr Oberflächen, die aufgebracht werden können. Als hochwertigste Oberflächen gelten vergoldete Oberflächen in echtem Gold oder Silber.

    Bilderrahmen aus Metall

    Metallrahmen werden in der Regel aus industriell gefertigten Metallleisten hergestellt. Der Vorteil von Metallrahmen liegt in der Steifigkeit des Materials, so dass selbst sehr schmale Metallleisten recht stabil sind. Metallrahmen werden in den Ecken in der Regel mit Metallwinkeln verbunden, so dass auch Laien ein Zusammensetzen oft problemlos möglich ist. Metallrahmen gibt es in matten und glänzenden Oberflächen und vielen Farben. Zunehmend werden auch Holzfurniere auf schmale Metallleisten aufgebracht. Metallrahmen werden häufig als Wechselrahmen gefertigt.

    Bilderrahmen aus Kunststoff

    Kunststoffrahmen findet man vor allem im Niedrigpreissegment und in kleinen Maßen, da die Kunststoffrahmen keine hohe Stabilität aufweisen. Oft kommt die Stabilität erst durch die Ausfachung mit Glas und Kartonage. Der Vorteil liegt im Preis. Die Bandbreite an Profilen und Farben ist jedoch stark eingeschränkt.

    Gibt es Bilderrahmen aus Aluminium?

    Die meisten Bilderrahmen aus Metall werden aus Aluminium gefertigt. Dieser Werkstoff weist eine besonders günstige Kombination aus Gewicht und Stabilität auf. Alu-Bilderrahmen gibt es mit verschiedenen Oberflächen. Zum Beispiel mit eloxierten Oberflächen oder einbrennlackierten Oberflächen.

    Was ist eine Bilderleiste?

    Bilderrahmen werden aus Bilderleisten gefertigt. Eine Bilderleiste ist in der Regel eine 3-Meterstange aus Holz oder Metall, die in verschiedenen Profilen gefertigt werden kann. Diese Bilderleisten werden entweder roh gelagert oder schon in der Oberfläche bearbeitet. Auftragsbezogen werden die Bilderleisten dann mit einer Gehrungssäge auf Maß geschnitten und zusammengesetzt. Ein Leistenrahmen ist ein Rahmen aus Bilderleisten, die bereits in der Oberfläche fertiggestellt wurden. Für einen Modellrahmen oder Vergolderrahmen setzt man Rohleisten zusammen, deren Oberfläche dann im Rahmen bearbeitet wird.

    Was sind Stilrahmen?

    Von einem Stilrahmen spricht man, wenn der Bilderrahmen im Stil einer bestimmten Epoche gefertigt wurde. So hat jede Epoche typische Rahmen ihrer Zeit. So zum Beispiel die typischen Plattenrahmen in der Renaissance, dienstark verzierten Barockrahmen oder die Berliner Leisten aus dem Biedermeier. Man findet heutzutage noch viele antike Rahmen aus der jeweiligen Zeit. Manufakturen wie beispielsweise CONZEN sind aber auch in der Lage passende Bilderrahmen aus jeder Epoche nachzubauen.

    Was ist ein Modellrahmen oder Vergolderrahmen?

    Von Modellrahmen oder Vergolderrahmen spricht man, wenn dieser in Einzelanfertigung von einem Vergolder hergestellt wurde. Dabei zeichnet den Vergolderrahmen aus, dass der Rohrahmen zunächst aus vier aus Maß geschnittenen Schenkeln zusammengesetzt wurde und dann in der Oberfläche bearbeitet wurde. Ein typisches Kennzeichen eines Modellrahmens sind die nicht zu erkennenden Gehrungsschnitte. Man sagt, der Rahmen wurde über Eck gearbeitet. Im Gegensatz zum Leistenrahmen ist man beim Vergolderrahmen hinsichtlich der Oberflächengestaltung vollkommen flexibel. So kann zusammen mit dem Kunden genau festgelegt werden, mit welchen Verzierungen und Farben der Rahmen gestaltet werden soll. So kann man beispielsweise individuell auf das zu rahmende Kunstwerk eingehen. Deshalb spricht man bei Modellrahmen auch von den Maßanzügen unter den Bilderrahmen.

    Wann spricht man von einer Echtvergoldung?

    Woran erkennt man eine Echtvergoldung?Eine Echtvergoldung ist eine sehr alte Methode der Oberflächengestaltung, die heute noch in der Ausbildung zum Vergolder gelehrt wird. Bei der Echtvergoldung wird vom Vergolder in einem rein manuellen Vorgang Blattgold oder Blattsilber auf ein Rahmenprofil aufgebracht.  Es gibt verschiedene Arten der Echtvergoldung, die alle zu einer anderen Wirkung der vergoldeten Oberfläche führen. Am bekanntesten ist die Polimentvergoldung. Das verwendeten Blattgold gibt es in verschiedenen Farbtönen (Legierungen), was durch das Mischen von Gold mit anderen Metallen entsteht. Weißgold ist eine solche Legierung, bei der Gold uns Silber gemischt werden. Echtvergoldungen sind nicht ganz leicht zu erkennen, da es zahlreiche, ganz gute Imitate gibt, die sogar die für die Echtvergoldung typischen Anschüsse imitieren. Jedoch kann mit der Echtvergoldung ein Glanz erzeugt werden, der seinesgleichen sucht. Wer einmal den Unterschied demonstriert bekommen hat, wird eine Echtvergoldung immer wieder erkennen. Das bedeutet aber nicht, dass eine Vergoldung in Schlagmetall (ohne Edelmetall) schlecht sein muss. Oft werden sogar Teile eines Bilderrahmen echt und andere Teile unecht vergoldet, um in der Oberfläche mit glänzenden und matten Partien zu spielen.

    Wie verwendet man eine Schattenfuge?

    Eine Schattenfuge ist ein Rahmen, der bei Bildern verwendet wird, die typischerweise nicht unter Glas gerahmt werden. Dazu zählen vor allem Leinwände auf Keilrahmen, Gemälde auf Holz oder Metall, sowie Fotografien oder Digitaldrucke, die auf Dibond oder hinter Acrylglas (auch bekannt als Diasec (R) oder Acrylobond (R) kaschiert sind. Während es bei anderen Bilderrahmen üblich ist, die Bilder in die Falz des Rahmens zu legen, so wird bei der Schattenfuge das Bild mit einem gewissen Abstand zum Rahmenprofil,meben einer Fuge, montiert, in die dann ein Schatten fällt. Die meisten Schattenfugen haben die typische L-Form. Es gibt aber auch Schattenfugen mit einem aufwendigerem Profil oder die Möglichkeit, schmale Schattenfugen mit einem "normalen" Profil mit entsprechende Falztiefe und -höhe zu kombinieren.

    Welche Maße gibt es und womit wird im Shop überwiegend gearbeitet?

    Im Online-Shop wird überwiegend mit dem Bildmaß gearbeitet. Das Bildmaß ist das maximale Maß, das ein Bild haben darf, um noch in den Rahmen zu passen. Das sogenannte Falzmaß, das vor allem für die Fertigung relevant ist, ist auf jeder Seite in der Regel 1-2 mm größer als das Bildmaß, damit das Bild problemlos in den Rahmen eingelegt werden kann. Das Außenmaß ist das Maß von der Außenseite des Rahmenprofils eines Bilderrahmens bis zur anderen Seite des Bilderrahmens. Mit Lichtmaß bezeichnet man das Innenmaß eines Rahmens, durch das man von vorne durchschauen kann bzw. das maximale Maß, das von einem gerahmten Bild sichtbar ist.

    In welcher Größe bestelle ich meinen Bilderrahmen?

    Diese Frage hängt davon ab, was für ein Bild Sie rahmen möchten und ob weitere Komponenten wie ein Passepartout zum Einsatz kommen.  Wird mit Passepartout gerahmt werden, dann sollte das Bildmaß des Bilderrahmens das Außenmaß des Passepartouts haben. Die Größe des Passepartouts hängt wiederrum von der Größe des zu rahmenden Bildes und dem Passepartoutrand, der sichtbar sein soll, ab. Viele Bilder werden aber auch direkt in die Falz gelegt. In den Fällen sollte das Bildmaß auch dem Maß des bestellten Bilderrahmens entsprechen. Wir beraten Sie gerne hinsichtlich des idealen Maß.

    Wann kaufe ich einen Bilderrahmen auf Maß, wann einen Standard-Bilderrahmen?

    Diese Frage ist ähnlich zu beantworten wie in der Mode, wenn es um Maßanzüge oder Anzüge von der Stange geht. Mit einem Bilderrahmen auf Maß bin ich in der Lage, genau auf die Proportionen des zu rahmenden Bildes einzugehen. Künstler achten oft nicht auf Standardmaße und da Kunstwerke nicht beschnitten werden sollten, eignet sich hier ein Rahmen auf Maß. Außerdem ist die Auswahl an Bilderleisten, die auf Maß zugeschnitten werden können deutlich größer. Bilderrahmen in Standardmaßen werden in der Regel fertig produziert und können daher schneller geliefert werden. Da in größeren Stückzahlen produziert wird, haben Bilderrahmen in Standardmaßen oft einen Preisvorteil. Jedoch werden Rahmen in Standardmaßen oft auch nur in sehr gängigen Profilen und sehr gängigen Oberflächen geliefert.

    Was sind Objektrahmen oder Distanzrahmen und wofür verwendet man sie?

    Von Objektrahmen oder Distanzrahmen spricht man, wenn in der Rahmenfalz zwischen dem Bilderglas und dem Auflagekarton oder Passepartout eine Zwischenliste oder Distanzleiste eingebaut ist. Diese Einlageleisten können aus Holz, Kunststoff oder Karton gefertigt werden. Durch die Distanzleiste wird ein Abstand zwischen Glas und Auflagekarton kreiert. Diese Distanz sorgt nicht nur für eine optische Tiefe, sondern ist auch bei Kunstwerken oder Objekten - daher der Name Objektrahmen - notwendig, wenn diese eine gewisse Stärke haben. Insbesondere bei konservatorischen Einrahmungen sollte darauf geachtet werden, dass die Glasscheibe nicht direkt auf dem Kunstwerk oder dem Objekt aufliegen soll.

    Wann spricht man von einem Galerierahmen?

    Von einem Galerierahmen spricht man bei einfachen, rechtwinkligen Profilen, die oft in Galerien zum Einsatz kommen, da sie vielseitig einsetzbar und günstig sind. Die meisten Galerierahmen sind aus Holz. Neben Galerierahmen in naturbelassenem Holz, werden diese oft auch weiß gekälkt bzw. geweißt oder auch gebeizt angeboten. Schwarz gebeizte und braun gebeizte Leisten machen den größten Anteil aus. Es gibt selbstverständlich auch Galerierahmen aus Aluminium. Da die eckigen Galerieprofile sehr vielseitig einsetzbar sind, gibt es von fast jedem Hersteller auch Galerierahmen in Standardmaßen als Wechselrahmen.

    Was ist ein Wechselrahmen und welche Arten gibt es?

    Wechselrahmen gibt es in Aluminium und in Holz. Grob werden die Wechselrahmen in Frontloader und Backloader unterschieden. Beim Backloader wird von hinten eine Rückwand im Wechselrahmen gelöst und entnommen und das Bild wird von hinten in den Rahmen gelegt. Backloader machen den Großteil der Wechselrahmen aus. Frontloader bieten die Möglichkeit, dass der Rahmen von vorne abgenommen wird. Das Innenleben liegt wie zum Beispiel beim Halbe-Rahmen in einer Metallwanne. In dieser Metallwanne liegen die Komponenten wie Auflagekarton, Passepartout und Bilderglas. Alternativ bietet auch CONZEN einen Frontloader mit einer Wanne aus Holz. Wenngleich Wechselrahmen in der Regel in Standardmaßen angeboten werden, können auch Rahmen in Individualmaßen als Wechselrahmen gefertigt werden. Für Backloader gibt es verschiedene Verschlußmechanismen.

    Sehe ich immer Gehrungsschnitte?

    Nein. Viele Bilderrahmen werden auch im Rahmen gefertigt. Dazu zählen insbesondere Modellrahmen oder Vergolderrahmen, bei denen der Rohrahmen zusammengesetzt wird und der Rahmen dann in seiner Oberfläche bearbeitet wird. Dazu wird der Rahmen in der Regel grundiert. Der Gehrungsschnitt wird durch die Grundierung überdeckt. Ein unsachgemäßer Umgang mit diesen Rahmen, insbesondere ein schlechter Transport, kann zu einem Reißen der Gehrungen führen.

    Wie reinige ich Bilderrahmen?

    Bilderrahmen reinige ich am besten mit einem trockenen, nicht fusselnden Baumwoll- oder Micorfasertuch. Auf eine feuchte Reinigung sollte auf jeden Fall unterbleiben, da viele Farben durch Feuchtigkeit, insbesondere durch Reinigungsmittel angelöst werden. Dadurch kann es zum Ablösen der Farben oder zu Farbveränderungen kommen.

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