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Walter Dick - Kölner Fotograf der Nachkriegszeit

Walter Dick PortraitWalter Dick (* 20. Juni 1914 in Köln; † 29. Juni 1976 ebenda) war ein deutscher Fotograf und Bildberichterstatter. Dick gehörte neben August Sander und Hermann Classen zu den Fotografen, die am Ende des Zweiten Weltkrieges den Zustand Deutschlands – am Beispiel Kölns – beeindruckend dokumentierten. Seine Fotografien zeigten in vielen Büchern und Filmbeiträgen die Zerstörung, den Wiederaufbau und das Leben der Menschen in den Nachkriegsjahren.

Dick wuchs in Köln unter ärmlichen Verhältnissen auf. In der Nachkriegszeit besuchte er eine Volksschule in Köln und fand eine Hilfsarbeit beim Verlag DuMont Schauberg. Hier erkannte man früh sein fotografisches Talent, und er schlug eine fotojournalistische Laufbahn beim Bilderdienst der Kölnischen Zeitung von 1929 bis 1935 ein. Von 1936 bis 1938 arbeitete er als Fotojournalist für den Berliner Bilderdienst. später berichtete er von den Kriegsschauplätzen des Zweiten Weltkrieges.

Nach seiner Rückkehr aus englischer Kriegsgefangenschaft 1945 entstanden seine Bilder vom zerstörten Köln und dem Aufbauwillen der Bevölkerung. Für das Nachrichtenamt der Stadt Köln fertigte er zeitgleich mit seinen Kollegen Hermann Claasen, Chargesheimer und Peter Fischer eine große Anzahl dokumentarischer Fotos von den Kriegszerstörungen in seiner Heimatstadt an.
Er arbeitete später als freier Fotojournalist für Kölner Tageszeitungen, für die Neue Illustrierte, Neue Rhein Zeitung und für viele andere Fach- und Sportzeitungen. Walter Dick prägte in der Phase des Wiederaufbaus und später den Fotojournalismus in der Bundesrepublik Deutschland entscheidend mit. Veröffentlichungen in Spiegel, Stern und Welt unterstrichen die Qualität seiner Arbeiten. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, u.a. auch den internationalen Preis world press photo 1964. Seiner Buchpublikation über die Erste deutsche Radrundfahrt im Jahre 1949 folgte 1965 der Bildband Zeit der Ruinen über das zerstörte Köln.

1965 machte Walter Dick mit einer großen Fotoausstellung im Kölner Gürzenich mit Bildern der Nachkriegsjahre auf die Jahre der Not aufmerksam; die zweite Auflage des Buches Zeit der Ruinen erschien im gleichen Jahr. Es folgten u.a. Ausstellungen im Landschaftsverband von Nordrhein-Westfalen, im Verkehrsamt der Stadt Köln und in der Dresdner Bank. Eine Dokumentation über den Kölner Karneval schloss sich im Jahre 1972 an. Beim Westdeutschen Rundfunk Köln begann schon 1956 seine Mitarbeit für Hörfunk und Hörspiel; später auch für das NRW-Regional-Fernsehen und die ARD-Programme sowie für die WDR-Pressestelle. Zum 100. Geburtstag richtete die Werkladen Conzen Kunst Service GmbH 2014 in Köln eine umfangreiche Fotoausstellung mit Motiven aus der Zeit von 1945 bis 1960 aus. Thematischer Schwerpunkt waren dabei viele bisher unveröffentlichte Fotografien von Menschen aus dieser Zeit. Die Ausstellung ist nach Beendigung dauerhaft online bei Bilderbuch Köln zu sehen.

Walter Dick (* 20. Juni 1914 in Köln; † 29. Juni 1976 ebenda) war ein deutscher Fotograf und Bildberichterstatter. Dick gehörte neben August Sander und Hermann Classen zu den Fotografen, die am... mehr erfahren »
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Walter Dick - Kölner Fotograf der Nachkriegszeit

Walter Dick PortraitWalter Dick (* 20. Juni 1914 in Köln; † 29. Juni 1976 ebenda) war ein deutscher Fotograf und Bildberichterstatter. Dick gehörte neben August Sander und Hermann Classen zu den Fotografen, die am Ende des Zweiten Weltkrieges den Zustand Deutschlands – am Beispiel Kölns – beeindruckend dokumentierten. Seine Fotografien zeigten in vielen Büchern und Filmbeiträgen die Zerstörung, den Wiederaufbau und das Leben der Menschen in den Nachkriegsjahren.

Dick wuchs in Köln unter ärmlichen Verhältnissen auf. In der Nachkriegszeit besuchte er eine Volksschule in Köln und fand eine Hilfsarbeit beim Verlag DuMont Schauberg. Hier erkannte man früh sein fotografisches Talent, und er schlug eine fotojournalistische Laufbahn beim Bilderdienst der Kölnischen Zeitung von 1929 bis 1935 ein. Von 1936 bis 1938 arbeitete er als Fotojournalist für den Berliner Bilderdienst. später berichtete er von den Kriegsschauplätzen des Zweiten Weltkrieges.

Nach seiner Rückkehr aus englischer Kriegsgefangenschaft 1945 entstanden seine Bilder vom zerstörten Köln und dem Aufbauwillen der Bevölkerung. Für das Nachrichtenamt der Stadt Köln fertigte er zeitgleich mit seinen Kollegen Hermann Claasen, Chargesheimer und Peter Fischer eine große Anzahl dokumentarischer Fotos von den Kriegszerstörungen in seiner Heimatstadt an.
Er arbeitete später als freier Fotojournalist für Kölner Tageszeitungen, für die Neue Illustrierte, Neue Rhein Zeitung und für viele andere Fach- und Sportzeitungen. Walter Dick prägte in der Phase des Wiederaufbaus und später den Fotojournalismus in der Bundesrepublik Deutschland entscheidend mit. Veröffentlichungen in Spiegel, Stern und Welt unterstrichen die Qualität seiner Arbeiten. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, u.a. auch den internationalen Preis world press photo 1964. Seiner Buchpublikation über die Erste deutsche Radrundfahrt im Jahre 1949 folgte 1965 der Bildband Zeit der Ruinen über das zerstörte Köln.

1965 machte Walter Dick mit einer großen Fotoausstellung im Kölner Gürzenich mit Bildern der Nachkriegsjahre auf die Jahre der Not aufmerksam; die zweite Auflage des Buches Zeit der Ruinen erschien im gleichen Jahr. Es folgten u.a. Ausstellungen im Landschaftsverband von Nordrhein-Westfalen, im Verkehrsamt der Stadt Köln und in der Dresdner Bank. Eine Dokumentation über den Kölner Karneval schloss sich im Jahre 1972 an. Beim Westdeutschen Rundfunk Köln begann schon 1956 seine Mitarbeit für Hörfunk und Hörspiel; später auch für das NRW-Regional-Fernsehen und die ARD-Programme sowie für die WDR-Pressestelle. Zum 100. Geburtstag richtete die Werkladen Conzen Kunst Service GmbH 2014 in Köln eine umfangreiche Fotoausstellung mit Motiven aus der Zeit von 1945 bis 1960 aus. Thematischer Schwerpunkt waren dabei viele bisher unveröffentlichte Fotografien von Menschen aus dieser Zeit. Die Ausstellung ist nach Beendigung dauerhaft online bei Bilderbuch Köln zu sehen.